Echinococcus multilocularis-Infektion beim Rotfuchs in Deutschland
Infektionsraten (Stand 1997)

deu6.jpg (13773 octets) In Deutschland ist der Rotfuchs der Haupt-Endwirt von E. multilocularis. In den vergangenen Jahren beobachtete man in vielen Regionen einen Anstieg der Befallsraten bei den untersuchten Fuechsen.

Die Karte links fasst die Ergebnisse dieser Untersuchungen zusammen, die in Deutschland seit 1982 durchgefuehrt werden. Die hoechsten Infektionsraten bei Fuechsen kommen in Sueddeutschland vor.

Die Abbildung wurde uns freundlicherweise von Herrn Dr. Thomas Romig (Universitaet Hohenheim, Abteilung Parasitologie) ueberlassen, der hierin die Daten aller Arbeitsgruppen zusammengestellt hat.

 

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Europäisches Echinokokkose Register


Diese Information richtet sich an Labore in Deutschland: Diese Anfrage wurde uns vom Europäischen Echinokokkose Register, Universität Ulm übersandt mit der Bitte um Weiterleitung. Bitte legen Sie bei positivem Befund eine Kopie dieser Anfrage Ihrem Bericht an den zuweisenden Arzt bei.
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Anfrage an alle Krankenhäuser und niedergelassenen Kollegen

 

Worum geht es?

 

 

Die Epidemiologie der seltenen, aber gefährlichen Erkrankung mit dem Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) ist nicht ausreichend untersucht. Gerade für den süddeutschen Raum besteht regional ein Infektionsrisiko, dessen Ausmaß nicht ausreichend bekannt ist. Um Inzidenz und Prävalenz der Erkankung für einzelne Regionen besser bestimmen zu können, sollen die Patienten europaweit erfaßt werden.

 

Ziel:

Möglichst vollständige Erhebung aller Krankheitsfälle mit Echinococcus multilocularis zur Klärung folgender Fragen:

Wie erfolgt die Infektion und wen erfaßt sie?
Welche Manifestationen liegen bei Diagnosestellung vor?
Lassen sich neue Wege zu einer Frühdiagnose finden?
Gibt es Hinweise, ob sich die Echinokokkose in Deutschland weiter ausbreitet?

 

Bisherige Ergebnisse
(Stand Mai ´99):

Aus Deutschland wurden bisher die Daten von 98 Patienten im Register aufgenommen, aus Europa einschließlich der Türkei 579. Das Alter bei Erstdiagnose liegt bei 56 Jahren (Median. Range: 7 - 86 Jahre). Bei knapp 98% der Patienten manifestiert sich die Echinokokkose in der Leber, 56% wurden bisher operiert und die Mehrzahl steht unter Chemotherapie mit Benzimidazolen. Da die meisten Patienten aus den größeren Behandlungszentren gemeldet wurden, ist mit einer erheblichen Untererfassung zu rechnen.

 

Haben Sie Patienten?

Bitte melden Sie sich beim Register und lassen Sie sich die Unterlagen für die Erhebung zuschicken. Das Register nimmt Ihnen aber auch gerne die Papierarbeit ab, wenn Sie damit einverstanden sind. Vom Patienten ist ein kurzer epidemiologischer Erhebungsbogen auszufüllen, vom Arzt ein klinischer Erhebungsbogen. Der Patient wird um das Einverständnis gebeten, namentlich im Register geführt zu werden, um Doppelmeldungen zu vermeiden. Datenschutz wird selbstverständlich garantiert.

 

Falldefinition:

 

Die Diagnose einer alveolären Echinokokkose ist gesichert bei Vorliegen folgender Kriterien:

histopathologischer Nachweis, falls verfügbar.
Operations- oder Punktionsmaterial. Der Genom-Nachweis mittels Nukleinsäure-Amplifikations-Technik (PCR) ist nicht validiert.

positive morphologische Befunde durch bildgebende Verfahren.
Zur Absicherung evt. einen Spezialisten hinzuziehen. Alveoläre Echinokokkose manifestiert sich in 98% der Fälle in der Leber.

positive serologische Befunde.
Die Serologie kann in 10-20% der Fälle negativ sein. Bei positiver Serologie ohne zusätzlichen dringenden Verdacht anhand bildgebender Verfahren ist die Falldefinition nicht erfüllt.

 

Korrespondenz-
adresse:
Europäisches Echinokokkose Register
Universität Ulm - Abteilung Biometrie und Medizinische Dokumentation
Schwabstr. 13, D - 89075 Ulm

- Tel.: 0731 - 5026897 Email: echinoreg@medizin.uni-ulm.de
- Fax: 0731 - 5026902

 

Die Pilotphase zur Einrichtung des Registers wurde von der Europäischen Kommission, Generaldirektion V/F Öffentliche Gesundheit gefördert. Die Arbeit wird von der Arbeitsgemeinschaft Echinokokkose der Paul-Ehrlich-Gesellschaft e.V. (PEG) unterstützt. Sitz ist die Universität Ulm.

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